Atelier und Raum für neue Kunst. Ein Künstlerhaus.

Konzept


Das Haus am Wehrsteg ist ganz der zeitgenössischen Kunst und interdisziplinärer Arbeit gewidmet. Unter der Leitung eines aktiven Künstlers ist es schon seit Beginn der 70er Jahre ein echtes Künstlerhaus, heute mit Atelier, Ausstellungsbetrieb, Gastkünstler-Programm und Jugendarbeit.

Ortsgebundene Arbeit spielt bei Gastkünstleraufenthalten eine übergeordnete Rolle. Das Werk der ehemaligen künstlerischen Bewohnerin Eva Vargas wird in sogenannten Kapiteln wieder aufgenommen und stetig aktualisiert.

Lage


Das Haus befindet sich inselgleich an einer Wegekreuzung. Westlich des Gebäude-Ensembles beginnt das Naturschutzgebiet Unterer Neckar, nördlich schließt sich der Universitätscampus mit dem Botanischen Garten, östlich der lebendige Stadtteil Neuenheim mit der stark frequentierten Neckarwiese.



Geschichte


Das Ziegelsteingebäude mit Garten und Turm wurde von Paul Bonatz als zusammen-hängendes Ensemble gemeinsam mit dem direkt angrenzenden Wehrsteg konzipiert. Die im historischen Stil des Traditionalismus entworfene, städtebaulich ambitionierte Architektur entstand um das Jahr 1925–1930 als Industriebau mit gemischter Nutzung (Trafoturm und Reservekraftstoff-Station).



Im zweiten Weltkrieg wurde dem Gebäude ein unterirdischer Schutzraum hinzugefügt. 1947 wurde die Lagerhalle mit einer abgehängten Decke und Wohnräumen versehen, sodass hier ein Wehrwärter mit seiner Familie wohnen konnte. 1970 kaufte die Stadt Heidelberg Gebäude und Anwesen. 1972 bezog Eva Vargas das Gebäude, in dem sie bis 2010 lebte und arbeitete. Seit 2013 ist das Künstlerhaus als Haus am Wehrsteg unter der Leitung von Matthis Bacht.

Der ganzheitliche Anspruch Künstlerhauses markiert heute eine außergewöhnliche Stelle im Kulturleben der Stadt und in der Region >in seiner Form einzigartig in der ganzen Republik< urteilt Milan Chlumsky über die Ausrichtung des Hauses in einer Rezension der Ausstellung Transformationen, RNZ, Feuilleton, 20.8.2014.


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